Ein Unbekannter hat am Sonntagabend an einer Tankstelle in Berlin-Mitte Feuer gelegt – offenbar in der Absicht, ein Flammeninferno zu verursachen. Gegen 22.30 Uhr betrat der Mann den Verkaufsraum der Tankstelle an der Holzmarktstraße in der Nähe des S-Bahnhofs Jannowitzbrücke.

Er verlangte die Einnahmen aus der Kasse. Als die Angestellten sich weigerten, Geld herauszugeben, verließ er den Verkaufsraum. Draußen zog der Mann eine Zapfpistole aus einer Tanksäule und ließ Super-Benzin auf den Boden laufen.

Dann zündete er die Pfütze an. Die Tankstellenmitarbeiter drückten den Notausknopf, der den Strom für die Treibstoffpumpen abschaltete. Die brennende Pfütze blieb deshalb zu klein, um die wenige Meter entfernte Flüssiggasanlage zu erreichen.

Täter machte einen verwirrten Eindruck

Der Täter, der nach Angaben eines Tankstellenmitarbeiters einen verwirrten Eindruck machte, lief in Richtung S-Bahnhof Jannowitzbrücke davon. Die Feuerwehr konnte die Flammen mit einem Handfeuerlöscher ersticken.

„Das Tankstellenpersonal hat sehr umsichtig gehandelt und alles richtig gemacht“, sagt Aral-Sprecher Detlef Brandenburg. Nach der Betätigung des Notaus-Knopfes habe nichts mehr passieren können. Nach Brandenburgs Worten stoppt zudem ein Rückschlagventil den Kraftstofffluss, wenn die Zapfpistole losgelassen wird. Flammen gelangen nicht bis zum unterirdischen Tank, es verbrennt nur das, was verschüttet wurde. „Ein Feuerinferno gibt es nur im Film“, so der Aral-Sprecher. (KOB, KOP.)