Berlin - Schwer bewaffnete SEK-Beamte haben neben verschiedener Wohnungen Donnerstagfrüh auch eine Moschee in der Perleberger Straße in Moabit gestürmt. Dabei setzten sie offenbar auch Blendgranaten ein und sprengten eine Tür auf. Anwohner berichten von mehreren Schüssen, was Ermittler aber dementieren.

Treffpunkt für Islamisten

Der Moschee-Verein Fussilet 33 gilt beim Verfassungsschutz als Treffpunkt von Islamisten. Im vergangenen Jahr hatte die Polizei schon einmal die Räume gestürmt, weil dort Geld für Terroranschläge in Syrien gesammelt worden sein soll.

Außerdem wurden laut Ermittlungen Kämpfer für die radikalislamische Gruppe „Junud Al-Sham“ rekrutiert. Vor allem Islamisten aus der Kaukasusrepublik Dagestan treffen sich in der Moschee.  Ismet D., ein Salafist, den alle den „Emir“ nannten, und sein mutmaßlicher Komplize Emin F. wurden zu Haftstrafen verurteilt.