Berlin - Trotz zahlreicher Konflikte konnten sich die Abgeordneten der Regierungsparteien kurz vor dem Ende der Legislatur doch noch auf eine ganze Reihe von substanziellen Änderungen beim neuen Schulgesetz verständigen: Die Schulsozialarbeit wird nun rechtlich verankert, das heißt, dass es an jeder Schule mindestens einen Schulsozialarbeiter oder eine Schulsozialarbeiterin gibt, in schwierigen Lagen auch mehr. Gerade in der schwierigen Zeit nach den Lockdowns ist das ein Fortschritt und eine große Hilfe für die überlasteten Lehrkräfte.

Außerdem gab es einen Durchbruch in puncto Mehrsprachigkeit: Die Bildungsverwaltung verpflichtet sich nun per Gesetz, die Herkunftssprachen der Berliner Schüler im Regelsystem zu fördern. Dabei geht es um die Erfassung, Pflege und Anerkennung der Erstsprachen von Schülerinnen und Schülern mit Migrationsgeschichte. Schon in der nächsten Legislatur will das Land systematisch die Erstsprachen erfassen und den Schülern mehr Angebote für hochwertigen Sprachunterricht machen. Außerdem soll es zunehmend möglich sein, die Erstsprachen auch als zweite Fremdsprache anerkennen zu lassen – zumal wenn Schüler jahrelang Unterricht genossen und Abschlüsse gemacht haben.

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