Berlin - Mit einem Schild an der Ladentür hat die Inhaberin eines Neuköllner Esoterik-Ladens Angehörigen der Volksgruppe der Roma den Zutritt verboten. Seit Dienstagmittag sorgt in den sozialen Medien das Foto eines entsprechenden DIN A 4-Zettels an der Tür eines Ladens an der Emser Straße für Empörung. „Der Staatsschutz hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung eingeleitet“, sagte Polizeisprecher Michael Gassen am Mittwoch der Berliner Zeitung.

Nachdem Polizisten am Mittwochmorgen  die Ladenbesitzerin darauf ansprachen, entfernte sie das Schild. Vor etwa zwei Wochen hatte die Frau nach eigener Aussage das Plakat an die Glasscheibe der Tür befestigt. Auf ihm war das Wort „Roma“ rot durchgestrichen.  Auf dem Zettel war außerdem  zu lesen:  „Aufgrund täglicher Diebstähle von Waren und des täglichen kompletten Diebstahls der Kassen-Einnahmen – inklusive Wechselgeld, Spendengelder der Kunden für Umweltprojekte – durch eine auf Raub- und Betrug spezialisierte Bevölkerungsgruppe, hat diese absolutes Ladenverbot“, schrieb die Besitzerin. „Ebenso wird hiermit ein Verbot der Annäherung der Straßenauslagen ausgesprochen! Dies ist kein ’Rassismus’. Nur was zu viel ist, ist einfach zu viel.“

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