Berlin - Mit einer Demonstration protestieren linke und linksextreme Gruppen an diesem Samstag in Berlin gegen die mögliche Räumung eines sogenannten Kiezladens in der Friedelstraße 54 in Neukölln. Indirekt wird in einer Ankündigung im Internet auch zu gewalttätigen Aktionen aufgerufen: „Tanzt den Trümmertango mit uns am 22.04 und behaltet den Rhythmus in den folgenden Wochen.“ Angemeldet sind zu dem Demonstrationszug ab 20.00 Uhr von Friedrichshain durch Kreuzberg nach Neukölln laut Polizei 300 Menschen.

In der Größenordnung sind stärkere Krawalle sehr unwahrscheinlich. Sollten deutlich mehr Teilnehmer erscheinen, kann sich die Lage auch ändern. Allerdings könnte es sein, dass Mitglieder der linksradikalen Szene am Wochenende nach Köln gefahren sind, um gegen den Bundesparteitag der AfD zu protestieren.

Demo beginnt in Friedrichshain

Die Berliner Demonstration zu der „Friedel54-Aktions-Woche“ beginnt in der Eldenaer Straße in Friedrichshain und führt durch die Rigaer Straße, über die Oberbaumbrücke, durch den Görlitzer Park und die Friedelstraße zum Hermannplatz. Um den Treffpunkt der linksalternativen Szene in der Friedelstraße gibt es schon seit Jahren Debatten.

Die Berliner AfD warf den Demonstranten vor, gezielt Gewalt zu provozieren. Der AfD-Abgeordnete Karsten Woldeit teilte am Freitag mit: „Niemand sollte glauben, dass es bei dieser Veranstaltung um eine Demonstration im Sinne des Wortes geht. (...) Vielmehr läuft sich die linksextremistische Szene für den 1. Mai warm....“. (dpa)