Mechanismen, die das Leben vieler Menschen bestimmen, werden im Museum des Kapitalismus in Neukölln thematisiert. Krisen, Kolonialismus, Utopien sind für alle verständlich dargestellt. So wird zum Beispiel der Begriff des Kapitalstroms mit Hilfe eines Aquariums erklärt, in das ständig Wasser durch einen dicken Schlauch rein- und rausströmt. Das Wasser symbolisiert den Kapitalstrom. Ein Rinnsal, das durch ein Loch im Schlauch austritt, soll den Lohn darstellen, der bei den Arbeitern bleibt.

Das Museum war im vergangenen Jahr ein Erfolgsprojekt beim Festival „48 Stunden Neukölln“. Es konnte drei Monate in einem ehemaligen Trödelladen bleiben, dann ging das Geld für die Miete aus. „Wir haben aber so viele Spenden erhalten, dass wir jetzt die Ausstellung wieder eröffnen und sogar erweitern können“, sagt Alexander Dens vom Projekt-Kollektiv, das hauptsächlich aus Studenten besteht.

Man biete nicht nur selbstverfasste Texte zum Thema Kapitalismus an, sondern vieles, wie das Aquarium, sei sehr praxisorientiert und soll zum Nachdenken anregen. Zusätzlich zur Ausstellung, die bis zum 2. August terminiert ist, gibt es eine E-Learning-Plattform für Schüler in Deutsch und Englisch.

Museum des Kapitalismus: Böhmische Straße 11, Neukölln, Sa/So 10–24 Uhr, danach immer Die, Do, Fr 17–21 Uhr, So 11–21 Uhr, Eintritt kostenlos.