Berlin - Eine sechsköpfige Bande soll einen florierenden Versandhandel für Drogen in Neukölln betrieben haben. Jetzt hat die Polizei das Treiben beendet und nahm nach Informationen der Berliner Zeitung mehrere Mitglieder einer arabischen Großfamilie fest.  Unter anderem werden dem 30-jährigen Ali C., dem 26-jährigen Mohammed C., dem 41-jährigen Bassem C. und dem 27-jährigen Gökhan S. der Handel mit Cannabis und Kokain sowie Waffenbesitz vorgeworfen.

SEK-Beamte rammten bereits am Montagmorgen die Tür von Ali C. ein und fanden in seiner Wohnung unter anderem das Schmerzmittel Tillidin, das als Droge missbraucht werden kann, sowie eine scharfe Pistole des Typs Glock.

Lieferservice für Kokain und Cannabis

Er und sein Freund Gökhan sollen seit dem vergangenen Jahr den Ermittlungen zufolge einen Kokain- und Cannabis-Lieferservice betrieben haben. Pro Woche verschickten sie im Durchschnitt 30 Drogenlieferungen, vor allem an Kunden in Neukölln. Die Drogenfahnder hörten ihre Telefone ab und beobachteten die beiden unter anderem, wie sie sich mit einem noch unbekannten Lieferanten trafen. Auch Bassem C. und drei weiteren Mitgliedern der Bande konnten die Polizisten nachweisen, dass sie in den Drogenhandel verstrickt sind.

Finanzermittler der Polizei beschlagnahmten die hochwertigen Autos  von Ali und Bassem C. – ein BMW und ein Mercedes S-Klasse. SIe gehen davon aus, dass die Fahrzeuge aus illegalen Geschäften finanziert wurden.