Die Begegnungszone in Berlin Pankow soll am Garbaty-Platz errichtet werden.
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Berlin-PankowNeukölln hat die Bergmannstraße, Schöneberg die Maaßenstraße, für Pankow soll es die Florastraße am S-Bahnhof Pankow werden. Dort soll eine sogenannte Begegnungszone entstehen. Grüne und Linke haben dies schon einige Zeit im Sinn.

Am Mittwochabend ergriffen sie dann die Initiative und brachten in der Bezirksverordnetenversammlung den Antrag ein, eine Machbarkeitsstudie dafür durchzuführen, und so wurde es beschlossen. „Das Bezirksamt wird ersucht, mit einer Machbarkeitsstudie die Einrichtung einer Begegnungszone in der Florastraße/Garbatyplatz zu prüfen und sich zu diesem Zweck wegen Unterstützung an die Senatsverwaltung für Verkehr, Umwelt und Klimaschutz zu wenden.“

Garbatyplatz soll schöner werden

Tatsächlich geht es nicht um die gesamte Florastraße, in der auf der Strecke bis zur Mühlenstraße der eine oder andere Einzelhändler bereits den Wegfall von Parkplätzen und Rückgang der Kundenzahl befürchtete, sondern vor allem um den Garbatyplatz, den man gemeinhin auch als Bahnhofsvorplatz verzeichnen könnte.

Dort soll eine Begegnungszone Fußgängerinnen und Fußgängern die Nutzung des Platzes erleichtern. Gleichzeitig sollen aber auch Busse, Taxis und Fahrräder den Platz langsam passieren dürfen. Außerdem soll „dieser zentrale Ort in Pankow mehr Aufenthaltsqualität erhalten“, wie es in der Begründung des Antrags heißt.

Zweiter Anlauf für die Begegnungszone

Für Pankow ist dies der zweite Anlauf. Der Bezirk hatte sich mit der Florastraße – seinerzeit von Berliner bis Grunowstraße – schon 2012 beim Senat um das Pilotprojekt „Begegnungszone“ beworben.

Damals bekamen Maaßen- und Bergmannstraße jedoch den Zuschlag. Aber auch jetzt wird in Pankow so schnell nichts passieren. Denn zunächst geht es nur um eine Machbarkeitsstudie. Und bis eine solche fertig ist, vergehen nach Einschätzung im Bereich Stadtentwicklung des Bezirksamts eher Jahre als Monate.