Die Hitze bremst Autofahrer in Berlin aus. Weil der Senat befürchtet, dass die hohen Temperaturen die Betonfahrbahn aufbrechen lassen, hat er auf der A 114 in Pankow am Donnerstagmorgen die Höchstgeschwindigkeit auf 40 Kilometer in der Stunde begrenzt.

Das Limit gilt bis auf Weiteres stadtauswärts in Fahrtrichtung Nord zwischen der Anschlussstelle Pasewalker Straße und dem Dreieck Pankow, teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit. Damit  wurde auf dem Pankow-Zubringer, auf dem täglich im Schnitt 32.000 Kraftfahrzeuge unterwegs sind, das zulässige Höchsttempo halbiert.

Betonplatten heben sich bei hohen Temperaturen

„Die Anordnung ist aus Gründen der Verkehrssicherheit notwendig“, sagte Verwaltungssprecherin Petra Rohland. „Die prognostizierten Lufttemperaturen von mehr als 30 Grad erhöhen die Wahrscheinlichkeit von Fahrbahnaufbrüchen.“

In den vergangenen Jahren hatte es auf dem Pankow-Zubringer immer wieder Probleme mit plötzlich auftretenden „Blow-Ups“ gegeben. Hohe Temperaturen können dazu führen, dass Beton abplatzt und sich Betonplatten heben. So entstehen innerhalb kurzer Zeit gefährliche Schlaglöcher und Stufen, die nicht nur Motorradfahrer in Lebensgefahr bringen können.

Autofahrer sollten besonders vorsichtig sein

Schäden dieser Art treten vor allem bei Betonfahrbahnen auf, die älter als 30 Jahre sind, keine verbindenden Stahleinlagen wie Dübel haben oder nicht dick genug sind. Die heutige A 114 im Nordosten Berlins, die 1973 bis 1982 in Betrieb genommen worden ist, zählt zu den Risikostrecken, auf denen immer wieder gefährliche Wölbungen drohen. Um Schäden sofort entdecken zu können, hat die Autobahnmeisterei die Zahl ihrer Streifenfahrten erhöht. „Angesichts der Hitzewelle sollten Sie auf betroffenen Streckenabschnitten besonders vorsichtig fahren“, rät der ADAC.