Der Mietendeckel gilt nicht für Neubauten, die seit 2014 fertig geworden sind. Das ist ein Grund, weswegen ein neuer Mietspiegel für Berlin benötigt wird. Die Arbeiten an der Preisübersicht haben bereits begonnen.
Foto: Berliner Zeitung/Markus Wächter

Berlin - Nun also doch. Berlin soll im nächsten Jahr einen neuen Mietspiegel erhalten – trotz des Mietendeckels, der die Mieten auf dem Niveau vom 18. Juni 2019 für fünf Jahre weitgehend festschreibt und den Mietspiegel damit fast überflüssig macht. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen teilte jetzt auf Anfrage mit, sie arbeite bereits daran, einen weiteren Mietspiegel auf den Weg zu bringen, damit Berlin auch nach dem Auslaufen des aktuellen Preisspiegels aus dem Jahr 2019 weiter über ein qualifiziertes Instrument verfüge.

Notwendig wird ein neuer Mietspiegel nach Angaben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, weil der Mietendeckel nicht für alle Wohnungen in Berlin gilt. So sind etwa Neubauten, die seit 2014 fertiggestellt wurden, vom Mietendeckel ausgenommen. Der Mietspiegel gibt Auskunft über die ortsübliche Miete von Wohnungen je nach Größe, Baualter, Ausstattung und Lage. Vermietern dient er dazu, eine Mieterhöhung zu begründen. So darf die Miete in Berlin laut Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) innerhalb von drei Jahren um bis zu 15 Prozent angehoben werden - sofern die ortsübliche Miete nicht überschritten wird. Mieter können anhand der Preisübersicht überprüfen, ob eine Mieterhöhung berechtigt ist. Wichtig ist der Mietspiegel außerdem, um die Einhaltung der Mietpreisbremse zu kontrollieren. Sie schreibt vor, dass die vereinbarte Miete - von Ausnahmen abgesehen - maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Miete liegen darf.

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