Berlin - Einst wollte Berlins Ex-Regierender Klaus Wowereit eine Kunsthalle an den Humboldthafen stellen. Ging dann aber nicht, 30 Millionen Euro waren doch zu viel Geld für die Stadt. Gut für Wowereit damals: Andere Leute können auch Kunsthallen bauen. Zum Beispiel die Macher der Kommunikationsagentur Platoon Cultural Development. Sie errichteten 2012 in Prenzlauer Berg eine aus 33 Übersee-Containern aufeinandergestapelte Kunsthalle.

Nach vier Jahren und vielen Kulturveranstaltungen ist nun der Mietvertrag für das 4.500 Quadratmeter große Areal an der Schönhauser Allee 9 ausgelaufen – die Kunsthalle muss aufgegeben werden. Wer will, kann die Container nun auf Ebay ersteigern – als Komplettpaket für 320.000 Euro.

Transportabel und eindrucksvoll

"Das Gebäude eignet sich hervorragend für alle Nutzungen, die einen Eindruck bei den Besuchern hinterlassen sollen", heißt es in der Anzeige. Außerdem wird die mobile Architektur hervorgehoben: Die gesamte Halle sei mit einem "regulären Autokran" und einem Lkw transportabel.

Die Ausstattung der 33 Übersee-Frachtcontainer umfasst neben einem Gastronomie-, einem Sanitär- sowie mehreren Büro- und Lagercontainern auch eine Eventhalle, zwei Glasfassaden, ein neun Meter hohes Tor und eine Eingangslounge mit Empore. Zustand des Objekts laut Ebay-Anzeige: "gebraucht".

Wer die Kunsthalle kaufen möchte, sollte allerdings darauf achten, dass eine Baugenehmigung für Sonderbauten benötigt wird. Hat man diese, passen allerdings auch 500 Leute ins Haus.