Schäden sind an der Decke eines Unterrichtsraums zu sehen.
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BerlinIn den Sommerferien wird an 243 Berliner Schulen gebaut. Das teilte die Senatsverwaltung für Bildung am Montag mit und verwies auf Daten aus den Bezirken und der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM). Bauarbeiten gebe es an allen Schulformen – von Grundschulen bis zu Oberstufenzentren. Dazu gehören neben dem Bau von neuen Schulgebäuden etwa das Sanieren von Dächern, Fassaden, Fenstern, Elektroanlagen, Turnhallen, Mensa- und Fachräumen sowie Sanitär- und Heizungsanlagen. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa.

Das Gesamtvolumen der Maßnahmen liegt den Angaben zufolge bei rund 275 Millionen Euro. Die größeren Projekte werden laut der Senatsverwaltung nach Schulbeginn fortgesetzt. Zuvor hatte die „Berliner Morgenpost“ (Montag) darüber berichtet.

Verzug durch Corona-Pandemie und Fachkräftemangel

Einige Projekte seien in Verzug geraten, etwa weil Baufirmen wegen der geltenden Abstandsregeln mit weniger Personal arbeiten mussten, so die Zeitung unter Berufung auf Informationen aus den Bezirken. Zum Teil sei auch Material nicht rechtzeitig geliefert worden. Außerdem mache der allgemeine Fachkräftemangel es schwierig, Projekte umzusetzen.

Die Corona-Pandemie habe die Planung und Arbeiten natürlich erschwert, erklärte dazu Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Die „Schulbauoffensive“ laufe aber auf Hochtouren. Paul Fresdorf, bildungspolitischer Sprecher der Berliner FDP-Fraktion, kritisierte, die Schulbauoffensive und Sanierungen hätten viel früher vorangetrieben werden müssen. „Ziel muss es sein, dass die Schulen endlich für alle zu ordentlichen Lernorten und gleichzeitig Digitalisierungszentren gemacht werden“, hieß es in einer Mitteilung.