BerlinAls am Abend des 7. Februar ihr Handy summt, sitzt Sabine S. in einem Kinosaal. Die Sozialwissenschaftlerin hat sich nach einem Arbeitstag an der Humboldt-Universität mit einer Freundin verabredet, sie wollen sich einen Film ansehen. Später am Abend würde sie ihrem Mann von dem Treffen erzählen. So denkt es sich Sabine S. Sie kennt die Telefonnummer auf dem Display nicht. Deswegen drückt sie den Anruf weg und konzentriert sich wieder auf die Leinwand. Nach der Vorstellung ruft sie die unbekannte Nummer an. Schnell wird klar: Die Telefonnummer gehört zur Charité. Sie eilt in die Klinik. Doch es ist zu spät, ihr Mann Bernd bereits tot. Die Ärzte hatten noch vergebens versucht, ihn an einer Beatmungsmaschine so lange am Leben zu halten, bis seine Frau informiert werden konnte. „Wie hätte ich denn ahnen können, dass mein Mann im Krankenhaus lag?“, fragt Sabine S.

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