Berlin - Es ist schon ein einmaliger Fall, dass eine Straße sowohl nach einem Schwulenhasser als auch nach einem Vorkämpfer der Homosexuellenbewegung benannt ist. Doch nun hat das Kuriosum ein Ende. Seit Donnerstag ist ein drei Jahre dauernder Rechtsstreit um die Einemstraße auf Tiergartener Gebiet beendet. Eine Anwohnerin nahm vor dem Verwaltungsgericht ihre Klage gegen die Umbenennung der Einemstraße zurück. Sie wird künftig – wie bereits die Anwohner des Straßenzugs auf Schöneberger Seite – in der Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße wohnen.

Sabine S. war gegen die Umbenennung ihrer Straße vorgegangen, weil der neue Name nicht der einer Frau war. Zudem habe nach ihrem Empfinden im zuständigen Bezirksamt keine Abwägung stattgefunden, ob der Name Karl Heinrich Ulrichs wirklich der beste sei. Er habe schon festgestanden, als die Anwohner informiert worden seien.

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