Tänzerin Bella arbeitet unweit der Torstraße in einer Tabledance-Bar.
Berliner Zeitung/Markus Wächter

BerlinWie ein Palast steht das ehemalige Kaufhaus Jonaß auf der Ecke von Torstraße und Prenzlauer Allee: sieben Stockwerke hoch, mit geschwungener Fassade. Über den Rand der Dachterrasse flattert Stoff von weißen Sonnenschirmen. Stolz trägt der Prachtbau die Nummer 1 einer Straße, die wohl jeder in Berlin kennt: Die Torstraße ist eine der wichtigsten Straßen im Bezirk Mitte, sie verbindet das Ende der Friedrichstraße mit dem Ende der Karl-Liebknecht-Straße, zwei Kilometer von West nach Ost und zurück, vierspurig, laut, dynamisch.

Das Kaufhaus Jonaß wurde Ende der 20er-Jahre an dieser Stelle im Stil der Neuen Sachlichkeit errichtet. Es hatte schon viele Herren: die jüdischen Gründer, die von den Nationalsozialisten vertrieben wurden, die Hitlerjugend, später das Politbüro der SED und das ZK-Institut für Marxismus-Leninismus der DDR.

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