Berlin - Die Hauptstadt-SPD hat seit dem vergangenen Dienstag 285 neue Mitglieder hinzugewonnen. An diesem Tag hatte das SPD-Präsidium den früheren EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz als Kanzlerkandidaten und Nachfolger von Sigmar Gabriel an der Spitze der Partei nominiert.

Der Berliner Landesverband hat knapp 17.500 Mitglieder. Im vergangenen Jahr waren etwa 1000 Berliner neu in die SPD eingetreten. Dass es jetzt fast 300 in nur einer Woche taten, sei außergewöhnlich, hieß es am Montag von seiten der Partei.

Zuletzt hatte es nach der Wahl von US-Präsident Donald Trump im November eine Eintrittswelle gegeben. Damals zählte die Partei im ganzen Monat allerdings nur 230 Neumitglieder.

Eintrittswelle auch in Brandenburg

Die Kanzlerkandidatur von Martin Schulz hat auch bei der märkischen SPD für eine Eintrittswelle gesorgt. Seit Schulz' Rede am Sonntag habe es rund 20 Eintritte gegeben und damit so viele wie sonst in einem ganzen Monat, sagte Parteisprecher Matthias Beigel am Montag. „Es ist ein Rekordmonat wie seit langem nicht mehr.” Im Januar habe es bislang nun mehr als 60 Parteieintritte gegeben, mehr als dreimal so viel wie gewöhnlich.

Mit 6040 Parteibüchern war die SPD in Brandenburg zu Jahresbeginn in Mitgliederzahlen die zweitstärkste Partei nach der Linken mit 6220 Mitgliedern. Bis Jahresende könnten die Genossen laut Beigel nun aufholen.

Bundesweit sind in den vergangenen Tagen mehr als 1300 Menschen in die SPD eingetreten, 400 Anträge gingen alleine am Sonntag online ein. (dpa)