Berlins CDU-Landesvorsitzender und Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl, Frank Henkel, schließt eine Neuauflage der rot-schwarzen Koalition mit der SPD nach dem 18. September nicht aus. Nach der jüngsten Umfrage von Infratest dimap lägen SPD und CDU eng beieinander, sagte Henkel im Sommerinterview der RBB-„Abendschau“. Das Rennen sei komplett offen. Die Umfrage hatte für die SPD 21, für die CDU 20 Prozent erbracht.

"Selbst Wowereit hat am Ende mit mir den Koalitionsvertrag unterschrieben"

Mit Blick auf die Absichtserklärung seines jetzigen Koalitionspartners, des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD), zukünftig mit den Grünen statt mit der CDU ein Bündnis einzugehen, erinnerte Henkel an ähnliche Aussagen von Müllers Vorgänger. „Selbst Klaus Wowereit hat seinerzeit gesagt, mit dieser CDU würde er nicht koalieren, könne er nicht koalieren und am Ende hat er mit mir den Koalitionsvertrag unterschrieben.“

Der CDU-Chef wies den Vorwurf zurück, seine Partei wegen der AfD-Konkurrenz stärker nach rechts zu profilieren. Er kämpfe nicht „um irgendein Prädikat als schwarze Sheriffs oder was auch immer“, zitiert ihn der Sender. „Ich versuche, meinen Job zu machen und zu meinem Job gehört, für Sicherheit zu sorgen.“ Henkel hatte jüngst unter anderem die doppelte Staatsbürgerschaft abgelehnt und sich für ein Burka-Verbot ausgesprochen. (dpa)