Zwei 14 Jahre alte  Schüler stehen im Verdacht, am vergangenen Wochenende  ein 13 Jahre altes Mädchen vergewaltigt zu haben. Das bestätigte  der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner. Die beiden Jungen waren am vergangenen Sonntag festgenommen  worden.  Inzwischen sind sie in der geschlossenen Jugendhilfeeinrichtung im brandenburgischen Frostenwalde nordöstlich von Berlin untergebracht. Die Jugendlichen sind der Polizei bekannt. Strafmündig ist man in Deutschland erst ab dem Alter von 14 Jahren.

Täter und Opfer stammen aus dem ehemaligen Jugoslawien. Polizei und Staatsanwaltschaft fanden bisher heraus,  dass die beiden Jugendlichen ihr Opfer am Sonnabend über  Handy in den Humboldthain in Gesundbrunnen lockten.  

Die Jungen und das Mädchen kennen sich aus der Schule, sagte Sprecher Martin Steltner. Zunächst sei  es zum einvernehmlichen Knutschen gekommen. Die beiden Jungen hätten dann mehr von dem Mädchen gewollt, so der Sprecher. Sex lehnte sie ab. Daraufhin sei es zur Vergewaltigung gekommen. Die Beteiligung an der Tat ist  noch nicht geklärt. 

Geständnis gegenüber den Eltern

Dann ließen die Täter von ihrem Opfer ab. Das Mädchen offenbarte sich ihren Eltern. Sie informierten die Polizei und erstatteten Anzeige. Gleichzeitig wurde das Opfer medizinisch untersucht. Das Mädchen wird nun psychologisch betreut.

Einer der Täter, die beide in Fürstenwalde (Oder-Spree) gemeldet sind, soll ebenfalls seinen Eltern die Tatbeteiligung gestanden haben. Auch sie informierten die Polizei.

Beide sind der Polizei von vielen Straftaten bekannt. Einer der mutmaßlichen Vergewaltiger ist ein sogenannter Intensivtäter, also ein Wiederholungstäter, der von der Polizei in einer entsprechenden Datei gespeichert ist. Der andere ist ein kiezorientierter Mehrfachtäter, wie die Justiz es nennt. Das sind Jugendliche, die in der Umgebung ihres Wohnortes wegen kleinerer Taten auffallen.