Eine Handvoll Autogrammjäger steht am Donnerstagvormittag an der Absperrung zum Hyatt-Hotel am Potsdamer Platz. Sie warten auf die Jury-Mitglieder der 72. Berlinale, die gleich in Limousinen vorgefahren werden. Es geht gespenstisch ruhig und unaufgeregt zu. Jeder Fan hat einen Platz, muss nicht drängeln, es gibt kein Geschiebe, keine lauten Rufe, keine Konkurrenz. Laut sind wenn nur die Bauarbeiter ein paar Meter weiter, die in den Arkaden am Potsdamer Platz hämmern. In der einstigen Flanier- und Ess-Meile haben lediglich ein Supermarkt und eine Apotheke geöffnet, ansonsten ist alles verriegelt. Seit fast zwei Jahren wird hier umgebaut, es ist eine Riesen-Baustelle und nicht die einzige auf dem Festival-Gelände, was jetzt zur Berlinale wenig einladend und stimmungsaufhellend wirkt. Und Pandemie ist ja auch noch.

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