Frauen in Berlin sollen nach Meinung der Berliner Abgeordneten besser gegen Gewalt geschützt werden.
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Berlin Frauen in Berlin sollen besser gegen Gewalt geschützt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, haben SPD, Linke und Grüne im Berliner Abgeordnetenhaus in einem dringlichen Antrag gefordert, ein ressortübergreifendes Gremium einzuberufen. Darüber berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Es soll einen Aktionsplan zur Umsetzung der seit 2018 geltenden Istanbul-Konvention des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen ausarbeiten. 

«Gewalt gegen Frauen kommt in allen Altersgruppen und in allen sozialen Schichten vor», sagte Derya Caglar von der SPD am Donnerstag bei der Aktuellen Stunde im Abgeordnetenhaus kurz vor dem Internationalen Frauentag am 8. März. «Es gilt, allen Formen von Gewalt entschlossen entgegen zu treten.» Die Umsetzung der Istanbul-Konvention sei eine Möglichkeit, das Berliner Hilfesystem entsprechend weiterzuentwickeln, sagte Caglar. 

Die CDU-Politikerin Emine Demirbüken-Wegner betonte, Gewalt gegen Frauen sei durch nichts zu entschuldigen. «Diese Haltung muss uns alle einen. Das gilt auch für die häusliche Gewalt, die nach wie vor den größten Raum einnimmt.» 

Das Thema Gewalt gegen Frauen gehöre stärker in die Öffentlichkeit, sagte die Christdemokratin, die die Istanbul-Konvention als einen Meilenstein bezeichnete. Sie biete einen europaweit einheitlichen Rahmen etwa für Opferschutz und Strafverfolgung von Gewalt gegen Frauen. Demirbüken-Wegner forderte, ehrenamtliche Vereine und Frauenhäuser müssten gestärkt werden - dafür brauche es mehr Haushaltsmittel, als der Senat bisher zur Verfügung stelle.