Berliner AfD-Frau: Jessica Bießmann erstmals seit Fraktionsausschluss wieder im Abgeordnetenhaus

berlin - Überraschend ist Jessica Bießmann, die im November 2018 aus der AfD-Fraktion ausgeschlossen wurde, am Donnerstag im Plenum des Abgeordnetenhauses aufgetaucht. Im Internet kursierte ein Foto von Bießmann, auf dem Hintergrund waren Weinflaschen mit dem Hitler-Bilder zu sehen. Die Fraktion zog Konsequenzen.

Seit dem Ausschluss aus der AfD-Fraktion war Bießmann nicht mehr im Abgeordnetenaus gewesen. Die 6436 Euro – eine Summe, die sich aus Diät und einem Zuschuss für Bießmanns Büro zusammensetzt - hatte sie aber weiter bezogen.

Druck auf Jessica Bießmann offenbar zu groß

Offenbar war der Druck aber nun zu groß. Bießmann saß pünktlich um 10 Uhr am Donnerstag neben Andreas Wild, der im Jahr 2017 von der AfD-Fraktion ausgeschlossen wurde.
AfD-Fraktionschef Georg Pazderski hatte Bießmanns Verhalten im Gespräch mit der Berliner Zeitung am Mittwochabend kritisiert: „Ich finde das falsch. Wir sind gewählt worden, um Politik zu machen, wir haben den Bürgern gegenüber eine Verpflichtung.“ Machen lasse sich dagegen allerdings nichts, Bießmann sei nun mal gewählt worden.

Ein Parteiausschlussverfahren gegen Bießmann hat die AfD Ende letzten Jahres eingeleitet. „Sie war leider wenig einsichtig“, sagt Pazderski. Der „Hitler-Wein“ sei nur ein „Mosaik-Stein“ des Problems gewesen.