Berlin - Das Attentat auf zwei Moscheen in Christchurch  (Neuseeland) erschüttert die Welt: Mindestens 49 Menschen haben die rechtsradikalen Täter auf ihrem Gewissen.

Die Täter veröffentlichten ein 74-seitiges Manifest, in dem sie sich unter anderem auf den norwegischen Massenmörer Anders Behring Breivik beziehen. Gerechtfertigt soll die Tat in dem wirren Schreiben auch mit Bezügen auf die Übervölkerung des Planeten und Klimaschutz worden sein.

Der Berliner AfD-Abgeordnete Harald Laatsch greift diesen Gedankenwust auf Twitter auf, und setzt am Tag der Schülerdemonstrationen "Friday for Future" noch einen drauf: Mitverantwortlich für das Attentat seien die, so wörtlich, "Klimapanikverbreiter" um die 16-jährige Umweltaktivistin Greta Thunberg.

Die Reaktionen lassen nicht auf sich warten - es entzündet sich ein Shitstorm gegen Laatsch.

Nur wenig Unterstützung findet Laatsch für seine provokanten Äußerungen. Doch das Kalkül der AfD scheint wieder einmal aufzugehen: Viel Aufmerksamkeit für einen scheinbaren Tabubruch und einen bizarren Zusammenhang, der sich nur aus einem rechtsextremen Weltbild erschließt. (Red.)