Berlin - Autofahrer in Berlin müssen sich in den nächsten Wochen auf drei größere Autobahn-Baustellen einstellen. An zwei Stellen auf der A100/A115 im Berliner Westen und auf der A113 am Zubringer Schönefeld im Südosten wird gebuddelt.

Baustelle auf der Autobahn A115

Auf der Brücke über die Halenseestraße am Dreieck Funkturm wird die Fahrbahn saniert. Der Fahrbahnbelag auf der Überleitung von der Stadtautobahn auf die Avus ist brüchig und muss samt Brückenabdichtung erneuert werden. Dort hatte im Dezember 2016 ein kleines Loch größere Schäden vermuten lassen. Die Brücke wird für die gesamte Dauer der Bauarbeiten vom 24. Juli bis 3. September 2017 voll gesperrt. Baukosten: 420.000 Euro. Die Umleitung führt unter dem ICC über die Halenseestraße zur A115. Für die Zeit wird auch die Auffahrt zur A100 in Richtung Süd an der Anschlussstelle Kaiserdamm Süd gesperrt.

Baustelle auf der Autobahn A100

Die Rudolf-Wissell-Brücke an der A100 in Charlottenburg ist mit 926 Metern Berlins längste Straßenbrücke. Die Konstruktion zwischen Dreieck Charlottenburg und Spandauer Damm gilt schon länger als Sorgenkind. Sie muss in einigen Jahren neu gebaut werden, dazu läuft bereits ein Ideenwettbewerb. Da regelmäßig Schlaglöcher auftreten und die Lkw-Spur stark geschädigt ist, sind aber jetzt schon Sanierungen fällig.

Es sollen trotz der Arbeiten von 12. Juli bis 3. September zwei Spuren je Richtung befahrbar sein. Zum Einsatz kommt ein neues Verfahren - zunächst auf der Fahrbahn in nördlicher Richtung, im Sommer 2018 dann auch in Richtung Süden. Bei dem Verfahren wird großporiger Asphalt eingesetzt, mit einer aushärtenden Schicht überzogen und damit das Bauwerk abgedichtet. Die Einfahrten an den Anschlussstellen Spandauer Damm in Richtung Nord, und Siemensdamm in Richtung Süd werden für die Dauer der Baustelle gesperrt.

Baustelle auf der Autobahn A113

Bauarbeiten über mehrere Wochen gibt es auch an einem Abschnitt der Autobahn A113 im Südosten Berlins, und zwar am Zubringer Schönefeld. Betonkrebs hat dort die Fahrbahnen marode gemacht, sie sollen nun saniert werden. Betonkrebs sind chemische Reaktionen im Beton, die etwa zu Rissen und Abplatzungen an Kanten führen können.

In zwei Bauabschnitten werden vom 23. Juni bis 2. September die Fahrbahnen in Richtung Nord und Süd erneuert. Solange ist die Anschlussstelle Stubenrauchstraße voll gesperrt, ebenso die Ausfahrt Adlershof von/in Richtung Norden. Baukosten: 4,3 Millionen Euro. (BLZ/dpa)