Dreizehn Jahre hat die juristische Aufarbeitung des Berliner Bankenskandals in Anspruch genommen. Hunderte Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet, tausende Akten gefüllt, Millionen Euro ausgegeben. Jetzt ist dieses Kapitel zu Ende. Das letzte Verfahren wurde vom Berliner Landgericht eingestellt. Es betraf neben vier weiteren Angeklagten Klaus-Rüdiger Landowsky, einst mächtiger CDU-Fraktionschef und Vorstandschef der BerlinHyp, einer Tochter der Bankgesellschaft Berlin.

In zwei Verfahren hat Landowsky vor Gericht gestanden, jedes Mal angeklagt wegen Untreue. Verurteilt wurde er nie. Das ist ein wenig spektakuläres Ende eines Skandals, der seit dem Jahr 2000 Ermittler, Politiker und Öffentlichkeit beschäftigte und zum Bruch der großen Koalition geführt hat. Der 72-jährige Landowsky, der immer von „einer gnadenlosen Hetzjagd“ und „bitterem Unrecht“ sprach, sieht sich „juristisch rehabilitiert“. Ist er deshalb unschuldig?

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