Demonstranten stehen bei einer Kundgebung eines Bündnisses der Berliner Bau- und Wohnungswirtschaft und von Vermietern gegen den Mietendeckel vor dem Brandenburger Tor mit einem Schild.
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BerlinMit Hunderten Teilnehmern und Fahrzeugen haben Wirtschaftsverbände in Berlin gegen den geplanten Mietendeckel demonstriert. Nach einer symbolischen Sternfahrt mit Lastwagen und Tiefladern der Berliner Bau- und Wohnungswirtschaft trafen die Demonstrierenden am Brandenburger Tor zu einer Kundgebung zusammen. Die Veranstalter sprachen von mehr als 2000 Teilnehmern und rund 300 Fahrzeugen. Größtenteils handelte es sich dabei um Transporter. Es waren aber auch Lastwagen und Tieflader unterwegs. Angemeldet waren 1500 Menschen und etwa 240 Fahrzeuge. Die Polizei machte zu den Teilnehmerzahlen zunächst keine Angaben. Aufgerufen hatte ein Bündnis namens Neue Wege für Berlin.

Mit dem Mietendeckel will die Berliner Landesregierung die Mieten in der Hauptstadt für die nächsten fünf Jahre einfrieren. Die Wirtschaftsverbände befürchten unter anderem, dass dadurch Investoren abgeschreckt werden und der Wohnungsbau sowie Modernisierungen ausbleiben.

Die Wirtschaftsverbände befürchten unter anderem, dass durch den Mietendeckel der dringend nötige Wohnungsneubau abgewürgt wird und Geld für die Modernisierung von Wohnungsbeständen fehlt. Die Veranstalter erwarten zur Kundgebung rund 1 500 Teilnehmer und 240 Fahrzeuge, darunter auch Lkws und Tieflader. Die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) kündigte daher starke Verkehrseinschränkungen und Sperrungen in Mitte und Alt-Moabit an. Die erste Route führt vom Großen Stern über die Straße des 17. Juni zum Brandenburger Tor. Der zweite Konvoi soll von der Kochstraße über die Ebertstraße zum Ziel führen. Die dritte Strecke beginnt in Alt-Moabit und führt über die Marschallbrücke und Dorotheenstraße zum Brandenburger Tor.