Berliner bei WM im Skrei-Fischen: Zum Angeln auf die Lofoten

Seit 26 Jahren finden Ende März in Svolvaer in Norwegen die Weltmeisterschaften im Skrei-Angeln statt. Unter den Teilnehmern sind auch Berliner Angler. Einer von ihnen ist Betriebswirt Sascha Blodau aus Prenzlauer Berg. Seit Freitag trainiert er für die Wettkämpfe, die am Samstag stattfinden sollen.

Wie war es bisher?

Es lief ganz gut. Die Fische beißen. Aber das Wetter ist stürmisch und um die 0 Grad. Hier hoffen alle, dass sich das Wetter noch beruhigt. Bei Sturm dürfen die Boote nicht auslaufen.

Weshalb tun Sie sich den langen Weg zu den Lofoten an?

Es ist ein Naturerlebnis pur. Die schneebedeckten Berge, das Meer, die Boote, der Hafen und das Verhältnis der Teilnehmer untereinander, alles ist einmalig.

Wann haben Sie sich qualifiziert ?

Für die Titelkämpfe muss man sich nicht qualifizieren. Einzig und allein zählt die pünktliche Anmeldung. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Insgesamt nehmen jährlich 600 Angler aus mehr als fünf Jahren teil. Die Plätze sind innerhalb weniger Stunden vergeben.

Wie sind die Regeln ?

Wer den schwersten und größten Winterdorsch fängt, hat gewonnen. Die Wettkämpfe finden in diesem Jahr nur am Sonnabend statt. Begonnen wird um 9 Uhr. Bis zum frühen Nachmittag dauern die Wettkämpfe. Dann wird der Fang gewogen. Kurz darauf wird er filetiert und eingefroren. Der Rekord liegt bei knapp 28 Kilogramm.

Und zwischen durch gibt es immer einen Schluck zum Warmhalten bei eiskalter See und zur Motivation ?

Auf gar keinen Fall. Alkohol während der Wettkämpfe ist absolut tabu. Die Einhaltung dieser Bestimmung wird von den Organisatoren kontrolliert.

Was kostet eine Teilnahme?

Die Teilnahme an dem Wettkampf kostet 100 Euro. Dabei geht es um eine ganz einfache Frage: Wer angelt den schwersten Winterdorsch. Dazu kommen die Kosten für Übernachtung, das Boot, die An-und Abreise sowie die Verpflegung. Das alles ist natürlich kein preiswerter Ausflug. Deshalb fahren wir in einer Gruppe, die sich die Kosten teilt.

Was passiert mit dem gefangenen Skrei?

Der Fisch ist Bestandteil der festgelegten norwegischen Fangquote. Den Fang nimmt die Fischverarbeitungsfabrik im Ort ab. Dort wird er auch sofort verarbeitet und exportiert. Die heimischen Fischfänger haben am Sonnabend frei und können sich entspannen.

Und dabei Geschichten über das Angeln erzählen?

Wenn wir abends gemeinsam zusammen sitzen, geben die heimischen Fischer viele Ratschläge zu Angeltechniken und berichten von ihren Fangerfolgen. Bei den Geschichten hält man sich am besten die Taschen zu.

Petri Heil!

Petri Dank.