Bio läuft. Die 1999 mit einer Filiale in der Wilmersdorfer Straße gestartete Bio-Supermarktkette Bio Company ist weiter auf Wachstumskurs. Im vergangenen Jahr erzielte das Berliner Unternehmen einen Umsatz von 173 Millionen Euro. Das waren 16 Millionen Euro mehr als 2017. Damit wuchs die Biomarkt-Kette schneller als der Gesamtmarkt. Denn während der bundesweite Naturkostfachhandel nach Angaben des Bundesverbands Naturkost Naturwaren 2018 insgesamt 5,2 Prozent zulegte, wuchs Bio Company um mehr als zehn Prozent.

In Berlin konnte sich das Unternehmen damit als Marktführer etablieren. Denn 50 seiner insgesamt 56 Filialen betreibt das Unternehmen in der Region. Damit ist Bio Company hier stärker vertreten als die Konkurrenz. So betreibt Denn's Biomarkt in der Region 41 Märkte, 20 hat Alnatura und LPG acht Filialen. Bio Company hat außerdem noch vier Märkte in Hamburg sowie zwei in Dresden.

Im bundesweiten Ranking der Bio-Supermärkte belegt die Bio Company Platz drei, und dabei soll es mindestens bleiben. Für das laufende Jahr sind jedenfalls drei Neueröffnungen geplant. Es sind zwei in Berlin sowie eine Filiale in Dresden. Die beiden neuen Berliner Bio-Company-Märkte sollen in Neukölln und Charlottenburg eröffnen. Darüber hinaus werden sechs Märkte modernisiert.

Bio Company setzt auf Nachhaltigkeitsstrategie

Andererseits wird für das Unternehmen der Wettbewerb härter. Denn auch die großen Supermarktketten und Discounter haben längst den Bio-Lebensmittelbereich entdeckt. Erst im Oktober hatten Lidl und Bioland, der führende Verband für ökologischen Landbau in Deutschland und Südtirol, den Start einer langfristigen Kooperation verkündet. Laut Lidl habe nun ein Viertel des Sortiments der Eigenmarke „BioOrganic“ Bioland-Qualität. Die Kette, nach Aldi die Nummer zwei im deutschen Discountergeschäft, betreibt hierzulande rund 3200 Filialen.

Bio Company will zugleich seine Nachhaltigkeitsstrategie fortsetzen und weniger Verpackungsmüll sowie weniger Kohlendioxid verursachen. „Unsere Verantwortung verstehen wir ganzheitlich“, sagt Bio Company-Chef Georg Kaiser. So können Kunden in allen Bio Company-Filialen seit Ende 2018 verpackungsfrei an den Frischetheken für Fleisch und Wurst einkaufen. Der Obst- und Gemüse-Bereich ist laut Firmenangaben zu 90 Prozent plastikfrei.

Und auch der firmeneigene Fuhrpark wird nachhaltig gemanagt. Seit 2018 werden keine Fahrzeuge mehr mit Benzin- oder Dieselmotoren angeschafft. Dafür wurden im Jahr 2018 fünf Erdgasfahrzeuge erworben und fünf Dieselfahrzeuge abgeschafft. In diesem Jahr sollen drei bis fünf Fahrzeuge mit Elektro-Antrieb sowie fünf Erdgasfahrzeuge.