Berlin - Warnstreiks des Sicherheitspersonals haben am Montagmorgen auf den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld zu Flugausfällen und Verspätungen geführt. Die Gewerkschaft Verdi hatte in der Nacht überraschend zu den Aktionen aufgerufen. Auf den beiden Berliner Flughäfen beteiligten sich jeweils etwa 100 Mitarbeiter an dem Ausstand, sagte Jürgen Stahl, Sprecher der Gewerkschaft Verdi in der Region. Die Aktion habe zwei Stunden gedauert. Hintergrund des Warnstreiks sind stockende Verhandlungen über einen Manteltarifvertrag.

In Tegel fielen wegen des Warnstreiks 33 Flüge aus, wie ein Flughafen-Sprecher sagte. Dadurch wurden den ganzen Tag hindurch noch Verspätungen erwartet. In Schönefeld führten die Arbeitsniederlegungen bei der Abfertigung am Morgen zu Verzögerungen von mehr als einer Stunde. „Es ist nachvollziehbar, dass Passagiere über den Warnstreik von Verdi verärgert sind“, sagte ein Flughafen-Sprecher. Bereits am Sonntag hatte es wegen des Winterwetters Verzögerungen im Flugverkehr gegeben.

Der erst in der Nacht angekündigte Warnstreik traf neben Berlin auch mehrere andere deutsche Flughäfen wie Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg oder Köln/Bonn. Teils bildeten sich dort lange Warteschlangen. Die Streiks sollten dabei nach Flughäfen gestaffelt bis zum Mittag dauern und den Druck in den Tarifverhandlungen erhöhen.

Bundesweit vertritt Verdi im Sicherheitsbereich nach eigenen Angaben 15 000 Beschäftigte. In den Verhandlungen macht sich die Gewerkschaft unter anderem für geregelte Dienstpläne, unbefristete Arbeitsplätze und gerechte Löhne stark. (dpa)