Berlin -  Wer dieser Tage zum Osterspaziergang aufbricht, sollte Block und Bleistift mitnehmen. Das wünschen sich zumindest Wildtierforscher. Die Berlinerinnen und Berliner mögen doch Ausschau halten nach Feldhasen und Wildkaninchen, ihre Beobachtungen notieren und melden. Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) und der Naturschutzbund (Nabu) haben ein großes Interesse an der Größe und Verbreitung der Populationen. Denn während in Brandenburg der Feldhase sich auf dem Land vom Acker macht, hat er vor allem in den Plattenbausiedlungen im Osten Berlins offenbar ein neues Zuhause gefunden. 

Es ist schon kurios. Wildtiere verlassen immer mehr ihre ursprünglichen Naturreviere wie Wälder oder Felder und ziehen in die Städte. Füchse, Steinmarder oder Waschbären streifen bereits seit Jahren ohne Scheu durch Berliner Wohnsiedlungen, Biber bauen im Tiergarten Burgen, Falken nisten in Kirchtürmen. Sogar Seemöwen fliegen fern der Ostsee über den Alexanderplatz und haben Brutplätze auf den Dächern der anliegenden Häusern. „Weil diese Tiere in der Stadt, etwa durch die Abfälle seiner Bewohner, mittlerweile bessere Nahrungs- und Lebensbedingungen vorfinden“, erklärt Nabu-Wildtierexpertin Katrin Koch den Umzug der Tiere.

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