Deutschland streitet wieder über Abtreibungen. Feministen und Konservative stehen sich dabei unversöhnlich gegenüber. Wie schon bei den letzten großen Debatten Anfang der 70er und Mitte der 90er-Jahre, geht es auch 2019 wieder um die zentrale Frage: Was wiegt mehr - der Schutz des ungeborenen Lebens oder das Recht der Frau, über ihren Körper zu bestimmen? Und darf der Staat durch Gesetze wie den Paragrafen 218 und 219a Partei ergreifen? Wir haben zwei Berliner Ärzte zur Debatte befragt - der Gynäkologe Johannes Decker aus Kreuzberg ist gegen Abtreibungen und sagt: "Man kann eine Schwangerschaft nicht an- und abstellen, wie es einem gefällt." Die Frauenärztin Gabriele Halder aus Wilmersdorf dagegen findet, jeder Gynäkologe sollte grundsätzlich Abtreibungen vornehmen.
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