Berlin - Marcus Gülpen ist angetan. „Das ist eine mutige, eine spannende Entscheidung“, sagt der Rechtsanwalt, der den Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) Berlin-Brandenburg als Clubsyndikus berät. Das Kammergericht hat entschieden, dass ein Kraftfahrer von der Frau, die ihm die Vorfahrt genommen hat, trotz schwerer Verletzungen kein Schmerzensgeld bekommt – weil er gerast ist. „Das weicht von bisherigen Urteilen ab“, schätzt Gülpen ein. „Die Botschaft ist klar: Raser werden nicht geduldet.“

Es geschah vor fast genau drei Jahren im Nordosten Berlins, genauer gesagt auf einer Kreuzung im Pankower Ortsteil Buchholz. Dort prallte ein Opel Corsa, der auf der Pasewalker Straße stadteinwärts fuhr, auf einen entgegen kommenden Mercedes, der gerade von der Berliner Straße links in die Bahnhofstraße abbog. 

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