Berlin - Die Kinder der Klasse 6c seufzen, als sie auf dem Schulhof der Nehring-Grundschule von ihrem Theaterbesuch erzählen. Für so etwas ist es an diesem Donnerstag eigentlich viel zu heiß, sie wären lieber schwimmen gegangen. Aber das Stück „Alle außer das Einhorn“ hat ihnen dann doch gefallen und vor allem noch einmal vor Augen geführt, was sie bei ihrem Projekt über Cybermobbing im vergangenen Jahr gelernt haben. „Es war realitätsnah“, sagt Peer. Der Besuch im Grips-Theater bildet den Abschluss des Projekts „Respekt im Netz“, das Medienpädagoge Michael Retzlaff mit der damaligen 4c als Pilotklasse durchgeführt hat. In Zukunft sollen die Lehrkräfte der Nehring-Grundschule das Projekt in den vierten bis sechsten Klassen selbst anleiten.

„Wie möchtest du im Internet behandelt werden?“, hatte Retzlaff die Kinder gefragt. In Gruppenarbeit einigten sich die Schülerinnen und Schüler auf jeweils fünf Punkte. Dann stimmte die Klasse darüber ab, welche sechs Regeln aus den Gruppen in die Selbstverpflichtungserklärung aufgenommen werden, die sie anschließend unterschrieben. Dabei entstand auch ein kurzes Video. Das Projekt war auf größtmögliche aktive Mitgestaltung durch die Kinder ausgerichtet, wurde vom Deutschen Kinderhilfswerk finanziell gefördert und von der Bildungsinitiative „Du bist smart – Du zeigst Respekt im Netz“ unterstützt.

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