Berlin - Mit dem Auto durch die Berliner Innenstadt fahren: Das soll künftig in vielen Fällen nicht mehr möglich sein. Mit einem Volksentscheid will eine Initiative erreichen, dass der Kraftfahrzeugverkehr innerhalb des S-Bahn-Rings durch Verbote und Restriktionen stark verringert wird. Das soll Umweltbelastungen und Unfallgefahren senken. Möglichst schon von 2027 an sollen dort nur noch Fahrten, die unbedingt notwendig sind, stattfinden dürfen – und dafür wird dann auch eine Erlaubnis gebraucht. „Wir wollen eine autoreduzierte Stadt, in der Menschen bei offenem Fenster schlafen und Kinder wieder auf der Straße spielen können“, sagte Nina Noblé, Sprecherin der Initiative „Volksentscheid Berlin autofrei“, am Donnerstag. Die Aktivisten stellten ihren Entwurf eines Gesetzes „für gemeinwohlorientierte Straßennutzung“ vor. Dafür wollen  sie von April an Unterschriften sammeln. Zunächst geht es um ein Volksbegehren.

Knapp hundert Menschen haben sich in der Initiative zusammengetan. „Wir sind eine bunt gemischte Gruppe, unabhängig von Parteien und Organisationen“, so Noblé. Doch zwei Überzeugungen seien Konsens, sagte sie. Zum einen nähmen Autos viel zu viel Platz ein. Drei von vier Wegen in der Berliner Innenstadt würden mit dem öffentlichen Verkehr, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt, aber rund 60 Prozent der Straßenfläche gehören dem Auto, sagte sie.

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