Zahlreiche Prominente haben in einem Aufruf davor gewarnt, dass sich Schwule und Lesben von Rechtspopulisten vereinnahmen lassen. Zu den Unterstützern des „Berliner Manifests“ gehören nach Angaben der Organisatoren der Comedian Thomas Hermanns, Schauspielerin Maren Kroymann, Opern-Intendant Barrie Kosky und der Comiczeichner Ralf König. Aus der Politik stehen Volker Beck (Grüne) und Johannes Kahrs (SPD) auf der Liste. Die AfD hatte in Berlin vor kurzem auf einem Wahlplakat Stimmung gegen Muslime gemacht - mit einem Männerpaar.

Lesben, Schwule, Bi-, Inter- und Transsexuelle könnten den Kampf um ihre Gleichberechtigung nur gemeinsam gewinnen, heißt es in der Mitteilung. Diese sollten bei den anstehenden Wahlen für keine Parteien stimmen, deren Programme gegen eine vielfältige und offene Gesellschaft seien.

Das Manifest plädiert auch für das Ende von Diskriminierung: „Zur Anerkennung gehört als ein zentraler Baustein die rechtliche Gleichstellung: Lesben und Schwule müssen heiraten und Kinder adoptieren dürfen.“ Die Initiatoren des Aufrufs sind Wissenschaftler und Journalisten.

Das Berliner Manifest soll ab Donnerstag, dem 1. September um 10 Uhr freigeschaltet werden: www.berliner-manifest.de. (dpa)