Beim fahrenden Personal der krisengeplagten S-Bahn entspannt sich die Lage allmählich. Noch ist der Mangel nicht behoben, doch die Lücke bei den Triebfahrzeugführern wird kleiner. Am 31. März waren 951 von ihnen bei der S-Bahn beschäftigt, inklusive der Anwärter, die demnächst zum Einsatz kommen, teilte das Unternehmen mit. Bis Ende April werden bis zu 27 weitere neue Fahrer nach dem Ende ihrer Ausbildung einsatzbereit sein. Dann sollten kaum noch planmäßige Fahrten ausfallen, hieß es.

S-Bahn-Geschäftsführer Peter Buchner hatte Mitte Januar eingeräumt, dass der S-Bahn 50 Triebwagenführer fehlten. Damals hatte die S-Bahn 910 Fahrer zur Verfügung. Für einen stabilen Betrieb seien aber 960 nötig. Buchner räumte seinerzeit ein, zu spät auf den sich abzeichnenden Personalmangel reagiert zu haben.

Das Management ist seit 2009 vor allem damit beschäftigt, die technischen Probleme der Züge in den Griff zu bekommen. Der dezimierte Wagenpark ist aus Sicht des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg noch immer der Faktor, der den S-Bahn-Verkehr am stärksten einschränkt. Die S-Bahn fahre deswegen momentan nur rund 80 Prozent des bestellten Angebots, sagte eine Sprecherin. (dpa)