Die Geschichte hört sich an wie die einer zerrütteten Beziehung: Die Piratenfraktion, angetreten als die bürgernächsten Volksvertreter aller Zeiten, haben sich mit den Vertretern einer Bürgerinitiative hoffnungslos verkracht. Das wäre nicht weiter schlimm, handelte sich nicht auch um eine Geldfrage. Doch die Piratenfraktion fordert zwei Aktivisten aus der Wassertisch-Szene inzwischen per Klage auf, 25.000 Euro an ihre Fraktionskasse zu zahlen. Diese weigern sich bisher – und sehen sich von den Piraten getäuscht.

Der Grund für die üppige Forderung reicht zurück in die Historie des Streits um das Berliner Wasser. Der ursprüngliche „Wassertisch“, eine engagierte Initiative hartnäckiger Aktivisten, schaffte es Anfang 2011 erstmals in der Hauptstadt, einen Volksentscheid zu gewinnen. Die Berliner Wasserbetriebe, damals noch teilprivatisiert, sollten zurück ins Landeseigentum – die Politik reagierte bekanntlich und kaufte wenig später die einst privatisierte Hälfte zurück. Vielen Wassertischlern, die sich zur gleichen Zeit in mehrere Grüppchen aufspalteten, war dies aber nicht genug.

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