Berlin - Der Berliner Polizei ist ein Schlag gegen einen deutschlandweit vernetzten Kinderschänder- und Zuhälterring gelungen. Wie die Ermittler am Freitag mitteilten, wurden bereits  am Mittwoch mehrere Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. "Drei der Beschlüsse vollstreckten die Polizeibeamten in Berlin, zwei in Duisburg sowie einen in Gelsenkirchen mit Unterstützung der dort zuständigen Polizeidienststellen", so ein Sprecher. Dabei seien "umfrangreiche Beweismittel sichergestellt" worden.

Ein Mann in Untersuchungshaft

Durchsucht wurden Wohn- und Geschäftsräume. In Berlin waren zwei Wohnungen in Charlottenburg-Wilmersdorf sowie eine Geschäftsadresse in Neukölln betroffen. Bei dem Ermittlungsverfahren geht es nach Angaben des Sprechers um "sexuellen Missbrauch zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen sowie Besitz, Herstellung und Verbreitung von Kinder- und Jugendpornografie". 

Dringend verdächtig seien dazu "vier Männer im Alter von 51, 55, 64 und 68 Jahren, von denen zwei in Berlin und zwei in Duisburg ansässig" seien.Der 55-jährige Tatverdächtige aus Berlin wurde am 29. August 2019 einem Haftrichter vorgeführt.

Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Berlin Haftbefehl. Die Ermittlungen dauern an.