Berlin - Trotz eines Auftritts in einem Pornofilm wird ein Berliner Polizeischüler noch in diesem Monat verbeamtet. Das berichtet die „Bild”-Zeitung.

Vor einem Monat hatte der Fall für Aufsehen gesorgt: Der junge Mann spielte in einem Streifen mit dem Namen „Pimmel Bingo“ mit. In dem elf Minuten langen Film zeigt sich der Polizei-Azubi beim Gruppensex. Der Porno ist im Internet zu sehen.

Die Beteiligung des angehenden Polizisten fiel wohl Kollegen und letztlich auch dem Arbeitgeber auf. „Ein derartiger Auftritt ist nicht erlaubt, weil er mit der Berufswahl und dem Status eines Beamten nicht vereinbar ist“, kommentierte ein Polizeisprecher vor vier Wochen den Fall. Das Ansehen der Polizei könne geschädigt werden.

Pornos drehen ist keine Straftat

Die Polizei prüfte disziplinarrechtliche Folgen - und kam jetzt zu dem Ergebnis, dass der junge Mann durchaus geeignet sei, als Polizist zu arbeiten. „Die Vorwürfe gegen ihn reichen nicht aus, um ihn zu entlassen”, sagte der Berliner Polizeipräsident Klaus Kandt der „Bild”. Pornos drehen sei schließlich keine Straftat. (dom)