Berlin -  Beim „Tatort“ im Fernsehen sind die meisten Leute aus den Ermittlungsteams gefühlt rot-grün. Sie sind zwar oft ausgebrannt, aber gesellschaftlich klar positioniert – und das nicht etwa konservativ oder gar rechtsaußen. Die Realität jedoch sieht oft anders aus: Die Mehrheit bei der Polizei gilt als wertkonservativ, und bei einigen wird eine zu große Nähe etwa zur AfD beklagt. Da passt Oliver von Dobrowolski nicht so recht ins Bild. Der 45-Jährige war bislang Chef von PolizeiGrün – einer Berufsvereinigung von Grünen bei der Polizei.

Soeben hat er den Bundesvorsitz niedergelegt – bleibt aber in der Partei. Nun hat der Berliner Kriminalhauptkommissar eine Sammelbewegung gegründet – deren Name auch Programm ist: Better Police, bessere Polizei. „Wir wollen all denen eine Stimme geben, die am Ziel einer besseren Polizei mitarbeiten wollen.“ Da klingt fast zu simpel, ist aus seiner Sicht aber kein so leichtes Unterfangen. Denn er sieht in der Polizei wesentliche Probleme wie etwa den Korpsgeist. Auch die Gewerkschaften reagierten bei berechtigter Kritik oft mit „reflexhaften Abwehrreaktionen“.

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