Berlin - Schwere Vorwürfe gegen die Berliner Polizei: Ein Beamter soll in der Nacht zum 14. Dezember auf dem Straßenstrich in der Kurfürstenstraße in Schöneberg eine Prostituierte vergewaltigt und verprügelt haben. Der 45 Jahre alte Mann wurde am Donnerstag verhaftet und in die Untersuchungshaftanstalt Moabit gebracht. Ein Richter begründete die Verhaftung mit Flucht-und Verdunkelungsgefahr.

Polizist soll Sexualpraktiken verlangt haben, die die Frau nicht wollte

Das 24 Jahre alte Opfer konnte sich aus dem Auto des Polizisten befreien. Die Frau erstattete kurz darauf Anzeige. Bei der Befragung durch Ermittler des Landeskriminalamtes erklärte sie, dass es vor der Vergewaltigung zum vereinbarten entgeltlichen Geschlechtsverkehr gekommen sei. Danach soll der Beamte, der in Zivil unterwegs gewesen sein soll, von ihr Sexualpraktiken verlangt haben, die sie nicht wollte. 

Polizist soll Frau mit Fäusten ins Gesicht geschlagen haben

Der 45-Jährige soll die Frau dann vergewaltigt und ihr mehrmals mit den Fäusten ins Gesicht geschlagen haben. Ob der Polizist bereits mehrmals mit solchen Delikten auffällig geworden ist, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft.

In den vergangenen Wochen und Monaten waren immer wieder Straftaten aufgedeckt worden, an den Polizisten beteiligt waren. So wurde zuletzt am 12. Dezember ein Polizist am Saatwinkler Damm in Tegel festgenommen, der Dienstgeheimnisse an eine Bande von Autoschiebern weitergegeben haben soll. Im September wurde ein Beamter angeklagt, der vor Razzien im Drogenmilieu 44.000 Euro von Dealern kassiert hatte. (ls/BLZ)