Berlin - Die Bestellungen waren schon aufgegeben, Patienten eingeladen. Dr. Michael Oppel hätte mit den Impfungen gegen Sars-Cov-2 in dieser Woche beginnen können. Seine Privatpraxis in Schöneberg stand bereit, der Impfstoff jedoch nicht. Das teilte ihm eine der Apotheken mit, über die er zunächst 20 Dosen ordern wollte. Am Mittwoch voriger Woche war das. Am Tag darauf trat die Verordnung des Bundesministeriums für Gesundheit in Kraft, nach der Privatpraxen aus der Impfkampagne herausgenommen werden. Dagegen klagt Oppel nun per Eilantrag vor dem Berliner Verwaltungsgericht: „Gegen die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Gesundheit.“

Der Mediziner sieht den Grundsatz der Gleichbehandlung missachtet, wie sein Anwalt Frank Lansnicker sagt: „Es geht meinem Mandanten nicht um die 20 Euro Honorar, die er für eine Impfung in seiner Praxis erhält. Es geht um einen eklatanten Verstoß gegen ein Grundrecht ohne sachliche Rechtfertigung. Gemeinsames Ziel muss es doch sein, dass möglichst viele Ärzte möglichst viele Patienten impfen.“

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