Berlin - Sie werden immer mehr. Die Zunahme des Fahrradverkehrs in Berlin setzt sich auch in diesem Jahr weiter fort. Seit Anfang Januar haben 2,76 Millionen Radfahrer die 17 automatischen Zählstellen des Senats passiert – ein Plus von 7,9 Prozent.

Auf der Oberbaumbrücke, mit fast einer halben Million Radlern auf Platz 1, stieg der Radverkehr um 18 Prozent. In der Yorckstraße (Platz 2) waren es 16,9 Prozent. Auch außerhalb des Zentrums gab es Zuwachs – etwa in der Wilmersdorfer Prinzregentenstraße um satte 23,9 Prozent.

Mehr Radfahrer auf Berlins Straßen – obwohl Verbesserungen auf sich warten lassen

Für das vergangene Jahr zeigen die Zahlen einen Anstieg des Radverkehrs um 8,85 Prozent auf 21,3 Millionen gezählte Radler. Auf der Oberbaumbrücke nahm die Zahl um 14,6, in der Yorckstraße um 13,7 Prozent zu. Bereits 2018 zeigte sich, dass auch in Außenbezirken mehr Rad gefahren wird. In der Biesdorfer Alberichstraße betrug der Zuwachs elf, in der Prinzregentenstraße 18 und in der Markstraße in Reinickendorf gar 20,4 Prozent. In der Berliner Straße in Pankow und der Frankfurter Allee in Friedrichshain gab es Rückgänge.

„Obwohl bislang kaum etwas von den versprochenen Verbesserungen auf der Straße ankommt, steigen immer mehr Menschen in Berlin aufs Rad“, sagte Nikolas Linck vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club. „Von einer Entwicklung wie in Berlin träumen andere Städte wie London oder Paris.“ Der Auftrag an die Politik sei klar: „Mehr Platz fürs Rad. Senat und Bezirke müssen endlich für breite Radwege sorgen.