Auch der Betrieb der S-Bahn-Linie S75 nach Wartenberg wird ausgeschrieben. Hier ein Zug im Hauptbahnhof.
Foto: Imago Images/ Winfried Rothermel

BerlinWer wird künftig in Berlin und Brandenburg S-Bahnen fahren? Und wer hält die neuen Züge in Schuss? Das Verfahren, das diese Fragen beantworten soll, soll bald beginnen. „Wir sind auf der Zielgeraden“, sagte Dorothee Winden, Sprecherin von Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne). Eine Frage ist aber noch zu klären, berichteten Beteiligte. Es geht um eine der umfangreichsten Ausschreibungen, die es jemals gab – mit Folgen für die Fahrgäste. So kann es sein, dass sie sich ab Ende 2027 nicht nur an andere Züge, sondern auch an andere Zugbetreiber gewöhnen müssen. Bislang ist die S-Bahn Berlin GmbH, ein Unternehmen der Deutschen Bahn (DB), für den gesamten Verkehr verantwortlich.

Ursprünglich sollte die Ausschreibung für die Linien auf der Stadtbahn und im Nord-Süd-Tunnel, die zwei Drittel des S-Bahn-Betriebs bilden, im vergangenen November starten. Doch innerhalb der rot-rot-grünen Koalition äußerten die SPD und die Linke Skepsis, ob es richtig ist, sie in vier Lose zu teilen, die getrennt an mehrere Firmen vergeben werden dürfen. Die Eisenbahnergewerkschaft EVG teilt die Befürchtung, dass dies zu einer Zerschlagung der S-Bahn führen werde. Beteiligte entgegnen, dass eine vergleichbare Aufteilung längst stattgefunden habe. So seien für den Fahrbetrieb, die Gleise und die S-Bahnhöfe unterschiedliche DB-Unternehmen verantwortlich.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.