Ein Zug der Linie 25 nahe der Osdorfer Straße in Lichterfelde. Noch ist dort auch die S26 unterwegs. Doch das wird sich bald ändern.

BerlinDie S-Bahn Berlin schränkt ihr Angebot für die Fahrgäste weiter ein. Am Donnerstag teilte das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn (DB) mit, dass drei S-Bahn-Linien von Sonnabend an vorübergehend nicht mehr befahren werden. Eingestellt werden die S26, die Teltow Stadt mit Waidmannslust verbindet, die S45 zwischen Südkreuz und Flughafen Schönefeld sowie die S85, die derzeit noch zwischen Grünau und Pankow verkehrt. 

Lesen Sie die aktuellen Entwicklungen in unserem überregionalen Newsblog zum Coronavirus oder alles Wichtige aus der Region im Berlin-Newsblog zum Coronavirus. >>

Diese Änderungen sollen bis zum Ende der Osterferien (19. April) gelten, so die S-Bahn. Sie wurden mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) abgestimmt, der den S-Bahn- und Regionalzugverkehr im Auftrag der Länder bestellt.

Wegen Corona weniger Fahrgäste

Wie berichtet hatte die S-Bahn Berlin bislang nur angekündigt, die Verstärkerzüge im Berufsverkehr auf den Linien S1, S3 und S5 einzustellen. Diese Änderung ist am Donnerstagmorgen in Kraft getreten. Wie berichtet leidet auch die S-Bahn im Zeichen von Corona unter rückläufigen Fahrgastzahlen. Die Zahl der Krankmeldungen nimmt dagegen zu. Beim Fahrpersonal beträgt die Quote mittlerweile rund 15 Prozent, war aus Unternehmenskreisen zu erfahren.

Die am Donnerstag bekanntgegebenen Einschränkungen haben nicht zur Folge, dass Teile des S-Bahn-Netzes demächst ohne fahrplanmäßigen Zugbetrieb sind. Die Linien, die nun vorübergehend eingestellt werden, verlaufen parallel zu anderen Routen. Allerdings führen die Änderungen dazu, das es zwischen Priesterweg und Teltow Stadt sowie zwischen Adlershof und Flughafen Schönefeld bald nur noch einen 20-Minuten-Takt gibt.  

Wie berichtet haben auch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ihr Fahrtenangebot reduziert, zunächst bei Bussen und Straßenbahnen. Weil dies aber teilweise zu Problemen führte, denkt das Landesunternehmen nun darüber nach, falls notwendig die Zahl der Busse wieder zu erhöhen.