Berlin - Hans-Dieter Hegner soll neuer Manager der Schloss-Baustelle in Berlin werden. Der 55-jährige Referatsleiter aus dem Bundesbauministerium folgt Manfred Rettig, der im Januar überraschend seinen Rückzug von dem Projekt erklärt hatte. Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) und Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) präsentierten am Freitag die neue Führung für das bedeutendste Kulturprojekt des Landes.

Der kaufmännische Vorstand in der Stiftung Humboldt-Forum im Berliner Schloss, Johannes Wien, übernimmt künftig die Funktion des Vorstandssprechers, die bisher Rettig inne hatte. Zugleich rückt mit der Kulturmanagerin Lavinia Frey eine dritte Person in den Vorstand der Stiftung. Frey soll zugleich Geschäftsführerin der Humboldt-Forum Kultur GmbH, die als Tochterunternehmen der Stiftung den kulturellen Betrieb in dem Gebäude organisieren soll.

Stiftungsrat muss noch zustimmen

Lavinia Frey arbeitete nach ihrem Studium der Geschichts- und Theaterwissenschaft sowie nach einem Tanzstudium in London und Zürich als Theaterregisseurin und Choreografin in Deutschland und in der Schweiz. Sie ist zurzeit Geschäftsführerin einer Kultur- und Konzeptagentur. Die Personal-Vorschläge von Grütters und Hendricks muss der Stiftungsrat formell noch beschließen. Die Zustimmung gilt jedoch als sicher.

„Mit Hans-Dieter Hegner konnten wir eine kompetente Persönlichkeit mit umfassenden Erfahrungen im Baubereich gewinnen“, sagte Bauministerin Hendricks. „Ich bin überzeugt, dass es ihm mit seiner langjährigen baufachlichen Erfahrung und seiner engagierten und kooperativen Art gelingen wird, das Schlossbauvorhaben auf gutem Weg zu halten.“  Zum neuen Vorstandssprecher der Stiftung sagte Hendricks: „Johannes Wien steht für einen konstruktiven und zielstrebigen Dialog und wird von allen Beteiligten geschätzt.“ Kulturstaatsministerin Grütters sagte: „Lavinia Frey ist Kulturmanagerin mit internationalem Hintergrund, die in vielen Sparten der Kultur sachkundig und bestens vernetzt ist.“

Die Stellen waren nicht ausgeschrieben worden. Der Stiftungsrat entscheidet am 15. März über die Besetzung.