Berlin - Berlins Schulen sind nach Einschätzung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nur unzureichend auf die anstehende Schließung wegen der Corona-Pandemie vorbereitet. Die technische und personelle Ausstattung sei kaum besser als beim ersten Lockdown im März, sagte der GEW-Landesvorsitzende Tom Erdmann am Montag. Es gebe keine einheitliche Plattform für das Lernen von zu Hause aus, noch immer hätten nicht alle Schulen schnelles Internet und Lehrkräfte keine dienstliche Mailadresse.

„Da ist eine Menge verschlafen worden“, sagte Erdmann mit Blick auf die Bildungsverwaltung. „Wie im Frühjahr hängt auch dieses Mal viel vom individuellen Engagement und der Kreativität der Lehrerinnen und Lehrer ab.“ Klare Vorgaben der Bildungsverwaltung fehlten.

Im Zuge des bundesweiten Lockdowns schließen die Schulen ab Mittwoch, obwohl die Ferien erst am Wochenende beginnen. Vom 16. bis 18. Dezember sowie in der Woche vom 4. bis 8. Januar sollen die Schüler nach Angaben der Bildungsverwaltung zu Hause lernen - angeleitet von den Lehrern, die an diesen Tagen trotz Schulschließung im Dienst sind.