Die Koalitionsverhandlungen sind in vollem Gange, parallel dazu tauchen neue Namen für mögliche Senatorenposten auf. Beispielsweise dieser: Die Linke-Bundestagsabgeordnete Petra Sitte aus Sachsen-Anhalt ist als neue Wissenschaftssenatorin in Berlin im Gespräch. Wie die Mitteldeutsche Zeitung aus Verhandlungskreisen erfuhr, könnte die Bundestagsabgeordnete dem neuen Senat angehören.

Sie ist im Bundestag Mitglied im Ausschuss für Bildung und Forschung. Sitte wollte die Personalfrage zunächst nicht kommentieren. „Es stehen viele auf der Liste“, sagte die 55-jährige Hallenserin, die derzeit Parlamentarische Geschäftsführerin der Linke-Fraktion im Bundestag ist.

Auch nach Informationen der Berliner Zeitung gehört Sitte zum Kreis derer, die von der Berliner Linken gefragt worden sind, ob sie für ein bestimmtes Senatorenamt prinzipiell zur Verfügung stehen. Den Grünen wurde in den vergangenen Wochen ebenso ein Interesse am Wissenschaftsressort nachgesagt. Mit der Abgeordneten Anja Schillhaneck verfügen sie über eine durchaus versierte Wissenschaftspolitikerin.

Die Grünen-Landesvorsitzende Bettina Jarasch, die als mögliche Bildungssenatorin im Gespräch war, soll ein stärkeres Interesse an einem Bundestagsmandat im nächsten Jahr haben. Bisher ist Senatorin Sandra Scheeres (SPD) neben Bildung und Jugend auch für den Wissenschaftsbereich verantwortlich.  Ein Mammutressort. Das liegt vor allem daran, dass die Zahl der Senatoren aus Spargründen vor Jahren auf acht beschränkt wurde. In der neuen Legislaturperiode darf es nun wieder zehn Senatoren geben. Es gilt als wahrscheinlich, dass Wissenschaft und Bildung wieder getrennt werden.

Neue Fraktionsspitze bei Grünen

Nach Angaben des Tagespiegels soll sich eine Umstrukturierung in der Fraktionsspitze der Grünen abzeichnen. Dem Vernehmen nach soll gemeinsam mit  Fraktionschefin Antje Kapek die Umweltpolitikerin Silke Gebel die Fraktionsspitze übernehmen. Ramona Pop soll in den Senat wechseln. (mit mak.)