Leere Tische, keine Geselligkeit, nur noch Lieferdienst: geschlossen, um Ansteckung zu vermeiden – ein Lokal in Prenzlauer Berg. 
Foto: AFP

Berlin - Unten fließt die Spree, oben funkeln die Sterne und dazwischen: Beats, einhundertsechzig pro Minute, der Treibstoff einer Berliner Technonacht. Normalerweise wären jetzt ein paar Hundert Leute im Watergate, vor dem DJ-Pult würden sie tanzen und träumen, und am anderen Ende des Raums wäre kaum ein Rankommen an die Bar. Normalerweise stünde auch keine Flasche mit Desinfektionsmittel auf dem Tresen eines Clubs, wäre die Tanzfläche kein Ort, an dem sich sozialer Sicherheitsabstand trainieren ließe, könnte man die Luft nicht atmen, man müsste in sie hineinbeißen.

Normal ist an dieser Nacht allenfalls das, was die Zuhausebleiber auf ihren Bildschirmen oder Displays sehen. Weil mehrere Kameras das Set von Monika Kruse filmen: Wie sie hier was dreht, dort was regelt, mit den Fingern schnippt, an ihrem Kopfhörer herumnestelt. „Ich finde“, sagte sie mal auf festticket.com, „dass man den Moment im Club, mit dem Menschen dort, nicht durch Streaming übertragen kann. Du fühlst die Energie im Club nicht und verstehst nicht, warum ein DJ einen bestimmten Track spielt.“

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