Geduld mag eine revolutionäre Tugend sein – eine sozialdemokratische ist sie jedenfalls nicht. Schon gar keine berlinische: In vier Wochen will die SPD der Hauptstadt einen teils neuen Landesvorstand wählen, der mit dem erneut kandidierenden Parteichef Michael Müller zusammenarbeiten soll. Über die Besetzung dieses engsten Führungszirkels der Landes-SPD gibt es seit vielen Wochen, verschärft seit der Klausur der SPD-Fraktion in Hamburg, intensive Debatten, bisher ohne Ergebnis. Es ist ja auch noch etwas Zeit bis Anfang Juni. Doch nun zieht sich ein Berliner SPD-Promi, Parteivize Mark Rackles, mit Paukenschlag aus dem Gremium zurück.

Der Partei-Linke und Tiefenanalytiker Rackles, 51 Jahre alt und im Hauptberuf Staatssekretär in der dauerkrisengeschüttelten Verwaltung von Bildungssenatorin Sandra Scheeres, tritt entgegen ersten Plänen nicht mehr als Stellvertreter an. Und in einem Brief dazu an den sechsköpfigen geschäftsführenden Landesvorstand gibt Rackles, so berühmt wie berüchtigt für tollkühne Thesenpapiere, auch gleich Müller ein paar Nackenschläge mit.

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