Berlin - Der Lärmschutz für große Teile der Berliner Stadtautobahn soll nun doch erst in diesem Jahr überprüft werden. Ein eigentlich bis Ende 2012 erwartetes Ergebnis der schalltechnischen Untersuchungen liege noch nicht vor, teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung am Samstag als Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus mit.

Eine entsprechende Auftragsvergabe sei erst Anfang Dezember erfolgt, weshalb mit den Ergebnissen der Untersuchung nun im zweiten Quartal zu rechnen sei. Wann Lärmschutzwände errichtet werden, sei noch nicht absehbar. Mit einer kurzfristigen Umsetzung sei wegen der „dafür erforderlichen Planfeststellungsverfahren allerdings nicht zu rechnen“.

Überschrittene Grenzwerte

In den Bereichen, in denen diese Wände nicht aufgestellt werden können, sollen bis 2014 Schallschutzfenster eingesetzt werden. Dies betrifft laut Senatsverwaltung unter anderem die A 100 Kaiserdamm bis Autobahndreieck Funkturm sowie zwischen Paulsborner Straße und Schmargendorf. Auch der Abschluss der Sanierungsarbeiten an der A 115 könne noch nicht terminiert werden, hieß es weiter.

Bei Erhebungen auf Teilstrecken der Autobahn waren zuletzt die zulässigen Grenzwerte teils deutlich überschritten worden. Die A 100 gehört zu den am meisten befahrenen Autobahnen in Deutschland. (dpa)